LUSSIANA SALMAN


Lussiana Salman


Diana Salman

(Lussiana's Mutter)


Eliska Peffer

(Diana's Mutter)

DER FALL

Diana Salman war mit dem Libanesen Abbas Said Salman verheiratet. Die Ehe wurde im August 2010 rechtskräftig geschieden, das Sorgerecht für die Tochter Lussiana - geboren am 11.09.2007 in Bad Kreuznach (Deutschland) - wurde beiden Elternteilen gemeinsam zugesprochen.


Anlässlich der Wahrnehmung des Besuchsrechtes hat der Vater seine Tochter am 25.08.2010 in Bad Kreuznach abgeholt und seitdem nicht mehr zurückgebracht. Erst nach mehreren Wochen meldete er sich telefonisch, er lebe nun gemeinsam mit Lussiana in Majdal Zoun (Libanon), ca. 8 km von der israelischen Grenze entfernt.


Gemeinsam mit ihrer Mutter Eliska Peffer informierte Diana die Behörden, so erfolgte die Einschaltung des Jugendamtes und eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Bad Kreuznach.


Doch alle Bemühungen seitens der Behörden waren bisher erfolglos. Das Bundesjustizamt Bonn erklärte, sie seien zwar für den Fall zuständig, weil Lussiana in Bad Kreuznach geboren sei, da der Libanon die Den Haager Konvention aber nicht unterschrieben habe, hätten sie keine Handlungsmöglichkeit.


Stattdessen wurden sie an das Bundesaußenministerium verwiesen. Die Sachbearbeiterin erklärte, dass alle Bemühungen letztlich erfolglos bleiben würden, da nach libanesischem Recht ein libanesisches Kind am besten im Libanon aufgehoben sei. Dort gilt Lussiana trotz tschechischer Staatsangehörigkeit (durch ihre Mutter) als Libanesin.

Selbst, wenn die Mutter bereit wäre im Libanon zu leben, wäre es fraglich, ob sie dort ein Besuchsrecht erhielte.


Seitens des Außenministeriums wurde die Ansicht vertreten, tschechische Behörden seien zuständig, da Lussiana die tschechische Staatsangehörigkeit besitzt. Die tschechische Botschaft hingegen verwies auf die deutschen Behörden, da das Kind in Deutschland geboren wurde und dort seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte.


AKTUELLER STATUS

Lussiana wird von ihrem libanesischen Vater im Libanon ohne Kontakt zur Mutter festgehalten.

Aufgrund der dortigen aktuellen Umstände werden die Ermittlungen erheblich beeinträchtigt, zudem schieben sich die Behörden gegenseitig die Verantwortung zu.


ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN